Chiang Mai – Rose des Nordens

Chiang Mai ist fünftgrößte Region Thailands. Wegen ihrer landschaftlichen Schönheit wird sie auch „Rose des Nordens“ genannt.

Chiang Mai ist bekannt für sein angenehmes (fast schon europäisches) Klima, das ein Gedeihen von besonderen Orchideen, Rosen ermöglicht sowie den Anbau von Erdbeeren und Äpfeln erlaubt. In der heißen Jahreszeit vom März bis Mai beträgt die Durchschnitts-Temperatur gegen die 30 Grad Celsius, in der kalten Jahreszeit vom November bis Februar liegen die Temperaturen um die 21 Grad.

Die gleichnamige Hauptstadt dieser Provinz befindet sich in Nordthailand etwa 700 km nördlich von Bangkok. Umgeben von hohen Bergen liegt Chiang Mai in einem windgeschützten Flusstal am Ufer des Maenam Ping am Fuß des Berges Doi Pui.

Gegründet wurde die Stadt im Jahre 1296 von König Mangrai. Sie zählt als eine der ältesten Städte Thailands und war das kulturelle, religiöse und politische Zentrum des Königreichs Lan Na. Umgeben ist Chiang Mai von einem Wassergraben und einer Stadtmauer, die noch an die 200jährige Besatzungszeit der Burmesen erinnern. Erst im Jahr 1796 gelangte die Stadt unter der Herrschaft von König Rama I. zu neuer Blüte.

Die quadratisch angelegte Altstadt entzückt mit verwinkelten Gassen, die gesäumt sind mit auf Pfählen stehenden alten Teakhäusern. Im Zentrum finden sich auch schmucke Villen mit blühenden Gärten, romantischen Cafes und luxuriösen Boutiquen. In den letzten Jahren entwickelte sich die Stadt immer mehr zu einer modernen Metropole mit einer steigenden Einwohnerzahl (700.000) und einem regen Nachtleben mit einem breiten Spektrum an Bars, Diskotheken und Restaurants.

Außer thailändischen und chinesischen Restaurants findet man auch Internationale Restaurants sowie Imbisse amerikanischen Stils, englische Pubs und vegetarische Lokale. Die einheimischen Spezialitäten wie scharfgewürzte Naem-Würste und Khao Soi (Nudeln mit Curry) sollte man unbedingt probieren.

Berühmt ist Chiang Mai jedoch vor allen Dingen für thailändisches Kunsthandwerk. Insbesondere die Holzverarbeitung, die Textilherstellung und die Bearbeitung von Jade-Schmuck sind wichtige Zweige des heimischen Handels.

Abends verwandeln sich die Tapae Road in Richtung Osttor und die Chang Klan Road in einen riesigen Nachtbasar. Weitere Sehenswürdigkeiten in Chiang Mai sind die etwa 200 buddhistischen Tempelanlagen, viele davon liegen in der Altstadt. Ihre Chedis blitzen allerorten in der Sonne. Einen fantastischen Ausblick über das Tal erhält man vom Gipfel des Doi Suthep Berges, dem Wahrzeichen der Stadt. Hier steht auch in 1000m Höhe der Wat Phra That Doi Suthep, dem exponiertesten und am meisten verehrten Tempel in Thailand. Sein goldener Chedi aus dem 16. Jahrhundert enthält Buddha-Reliquien.

Der Nationalpark Doi Inthanon mit Thailands höchstem Berg und seinen reizvollen Wasserfällen wie dem „Mae Klang” oder „Wachirathan” sollte auch im Besuchsplan stehen. Feuchte Kühle, stille Wälder mit exotischen Farnen und Flechten, erschließen dem Naturliebhaber eine Attraktion besonderer Art. Trekking in den Teakwäldern und den Stammesgebieten der Bergvölker im Goldenen Dreieck ist hier genauso möglich, wie der Besuch einer Elefantenschule.

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