Seychellen – die Diamanten des indischen Ozeans

Die Einheimischen, die Seychellois, sagen zur Entstehungsgeschichte ihrer Inselgruppe: „Der liebe Gott hat zum Abschluss seines Schaffens, als Krönung seines Schöpfungsprozesses, noch eine handvoll Diamanten im indischen Ozean verstreut.“ Beim Anblick dieser atemberaubenden Inseln könnte man diesem Schöpfungsmythos sogar Glauben schenken.

Die Seychellen zählen zu den schönsten Inseln der Welt. Nirgendwo scheint man dem Paradies auf Erden näher zu kommen, als auf der Inselgruppe im Indischen Ozean östlich von Afrika. Die Seychellen bestehen insgesamt aus 115 Inseln, die sich in 32 präkambrische Granitsteininseln und zahlreiche Korallenatolle gliedern. Viele der Inseln sind unbewohnt. Von den 82.000 Einwohnern leben 90% der Bevölkerung auf der Hauptinsel Mahé mit der Hauptstadt Victoria. Erst im 18. Jahrhundert wurden die Seychellen besiedelt. Man kann sich gut vorstellen, wie die ersten Seefahrer sich bei ihrem Anblick gefühlt haben müssen.

Noch Mitte des 19. Jahrhunderts wurden unbequeme Personen von den Kolonialherren auf die Seychellen verbannt. Heute würde man sich die Frage stellen: Was muss ich anstellen, um dorthin verbannt zu werden?
Jede dieser „Juwelen“ verbirgt ihre eigenen Schönheiten und Geheimnisse. Schon alleine die klangvollen Namen der Inseln erregen die Sinne: Coco Island, Praslin, Sainte Anne, Curieuse, Glacis, Beau Vallon oder Félicité. Einige der Inseln wurden nach ihrem jeweiligen Entdecker benannt oder einem Herren, dessen Gunst man sich erwerben wollte: Desroches, Mahé, Praslin, Denis, Sainte-Anne, d’ Arros, Alphonse Island.

Hier kann man noch Pflanzen und Lebewesen entdecken, die es sonst auf der Welt nur selten oder überhaupt nicht gibt. Wie den seltensten Baum der Welt, den 10 Meter hohen Seychellen-Quallenbaum, ein lebendes Fossil, das zu den urtümlichsten Pflanzen der Erde gehört und dessen geöffnete Früchte an Quallen erinnert. Das Aldabra-Atoll ist noch heute Heimat des einzigen flugunfähigen Vogels, der Weißkehligen Ralle.

Bestaunen Sie im urzeitlich anmutenden Palmenwald in einem abgelegenen Hochtal der Seychelleninsel Praslin die Frucht der Coco de Mer-Palme. Dieser größte Samen der Welt wiegt stolze 20 Kg. In den feuchten, Nebel verhangenen Bergwäldern von Mahé erahnt der Besucher ein wenig, was die Erde in ihrem Urzustand an Schönheit und Reichtum zu bieten hatte. Die Seychellen verfügen über den weltweit größten Anteil von Naturschutzgebieten, gemessen an der Landesgröße und sind Heimat von 75 Pflanzenarten, zwölf Amphibien- und elf Vogelarten und über 1.000 Arten wirbelloser Tiere, deren Lebensraum von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Die Inseln Cousin und Aride sind weltberühmte Vogelschutzgebiete. Unter Wasser tummeln sich über 800 bezaubernd schöne Fischarten des Indiks sowie Meeresschildkröten. Hier gibt es noch die Strände zum Träumen. Zu den Schönsten der Welt zählen Anse Lazio auf Praslin, Anse Source d`Argent und Anse Sevère auf La Dique. Dort wurden u. a. auch schon Werbespots für Bacardi und Rafaello gedreht.

Wo sonst auf der Welt gibt es diese unwirklich anmutende Kombination von weißem Korallensand und dunkelgrauen Granitfelsen umrahmt von grün tropischer Vegetation und dem Azurblau des Ozeans? Wo sonst kann man im Meer noch den weiß getüpfelten Walhai, den größten Fisch der Welt beobachten und 200 Jahre alte Landschildkröten entdecken?

Genießen Sie die herzliche Gastfreundschaft der kreolischen Inselbewohner und lassen Sie sich vom tropischen Flair bezaubern!

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