Barbados - die Abwechslung der Karibik

Barbados ist die östlichste der kleinen Antillen und liegt etwa 320 km nordöstlich von Trinidad im Atlantik.

Barbados ist ein Inselstaat innerhalb des Commonwealth of Nations. Die Fläche umfasst ca. 431 qkm. Im Gegensatz zu vielen der benachbarten Karibikinseln ist Barbados nicht vulkanischen Ursprungs, sondern der höchstgelegene Teil eines unterseeischen Kalksteinrückens. Die Insel ist überwiegend flach und nur im Norden sanft hügelig. Das Kalksteinplateau erreicht im Mount Hillaby eine Höhe von 336 m. Zu Barbados gehört neben der Hauptinsel noch das winzige, direkt vor der Ostküste gelegene Culpepper Island. Auf Barbados leben die etwa 266.730 Menschen unterschiedlicher Völkergruppen friedlich zusammen.

Die Bajaner, wie sich die Inselbewohner selbst nennen, verfügen über einen hohen Lebensstandard und ein hohes Bildungsniveau. Die Offenheit der Menschen, die pure Lebensfreude und ihr Optimismus wirken ansteckend. Die Voraussetzungen für diesen Optimismus waren zunächst nicht so optimal. Die einstigen Ureinwohner verschwanden Anfang des 16.Jahrhunderts kurz nach der Ankunft der Spanier. Als wenig später die Portugiesen die Insel für sich in Besitz nahmen, war diese bereits menschenleer. Die Portugiesen waren es auch, die dem Eiland seinen Namen gaben: „Los Barbados” – die Bärtigen. Große Feigenbäume mit Luftwurzeln ließen die Seeleute wohl an bärtige Riesen denken. Über 300 Jahre haben dann die Briten Barbados in ihr Herrschaftsgebiet vereinnahmt.

Barbados bietet die abwechslungsreichsten Naturlandschaften der Karibik. Die Strände im Süden und Westen bestehen aus feinem weißen, teilweise rosafarbenen und honiggelben Sand. Eine Reihe exklusiver Ferienanlagen, Luxushotels und Villen finden sich an diesen Küsten, allesamt inmitten von Gärten gelegen, versteckt in kleinen Buchten oder entlang prächtiger Strände. An der Ost- und Nordküste tobt die Brandung des Atlantiks gegen die felsigen Klippen. Die Bajaner nennen diese tosenden Brecher „weiße Pferde“. In dieser Region beherrscht eine karge Landschaft das Bild einer herben Schönheit mit langen rauen Stränden.

Die Insel bietet ideale Möglichkeiten für jede Art von Urlaub und Geschäftsreisen. Angeboten werden Segeltouren im Katamaran oder Piratenschiff, Ausflüge zu den Naturschauplätzen im Landesinneren, oder Wanderungen und Touren zu den Inselschätzen und Spuren der Zeit, die es zu entdecken gilt. Zum Beispiel die „Chattel Houses”, einst bewegliche Holzhäuser der Plantagenarbeiter, die als bunte Farbtupfer über die Landschaft verteilt sind. Im Kontrast dazu stehen die feudalen Landsitze, in denen einst die Eigentümer der Zuckerplantagen residiert haben.

In der Hauptstadt Bridgetown kann man ebenso alte Handwerkskunst bestaunen, wie in edlen Boutiquen einkaufen gehen. Schöner Mittelpunkt der Stadt ist der Trafalgar Square, den – wie sollte es auch anders sein – ein Denkmal für Lord Nelson schmückt. Hier zeigt auch das „Parliament Building“ sein markantes Antlitz, das in seinem neugotischen Stil stark an Westminster in London erinnert.

Alles also „very british”. Überall in der Stadt findet man zudem noch die typischen Bauten aus der Kolonialzeit, wie sie eigentlich in fast jedem Teil des ehemaligen Empires anzufinden sind.
Trotz der Vielzahl der Strände auf Barbados sollte man ruhig einen Abstecher in die Graem Hall Swamps unternehmen. Diese küstennahen tropischen Mangrovensümpfe bieten ein ganz anderes Bild von Barbados. Mit festem Schuhwerk und Mückenschutz gewappnet wird ein Abstecher zum beeindruckenden Erlebnis.

Traumhafte Sonnenuntergänge, ein Glas Rumpunsch und eine samtweiche Brandung auf rosarotem Strand – von Ferne die Calypsoklänge der Steeldrums und eine einschmeichelnde Brise vom Meer, vermischt mit dem Duft von frisch frittiertem Flying Fish; das sind lazy days in Barbados!