Bahamas - Vielfältige Schönheit wie im Film

Die Bahamas liegen im Atlantischen Ozean und nicht wie viele irrtümlicherweise glauben in der Karibik. Sie sind etwa 1400 km von der Ostküste Floridas entfernt und bestehen aus über 2.000 Korallenriffen (Cays) und ca. 700 Inseln, von denen nur dreißig bewohnt und gerade einmal siebzehn touristisch erschlossen sind.

Auf den Inseln leben ca. 325.000 Einwohner, davon die meisten auf New Providence Island mit der Hauptstadt Nassau und auf Grand Bahamas mit der zweitgrößten Stadt Freeport. Der Rest der Bevölkerung lebt auf den sogenannten „Family Islands” (Out Islands). Die Inseln erstrecken sich auf eine Fläche von ca. 14.000 km². Die Bahamas gehörten einstmals zur britischen Kolonie und sind seit 1973 unabhängig und Mitglied des „Commonwealth of Nations“.

Für über 60 Spielfilme haben die Bahamas bereits als Filmkulisse gedient, davon allein drei James-Bond-Filme. Die Beatles standen hier für „Help“ vor der Kamera, und „Der alte Mann und das Meer“ wurde hier ebenso gedreht wie „20 000 Meilen unter dem Meer“ nach Jules Verne.

Kein Wunder, denn zu allen Jahreszeiten blüht hier eine farbenprächtige, üppige Vegetation. Die Landschaft im Innenland ist ebenso abwechslungsreich wie einmalig. Es gibt Nadelwälder, Felsenschluchten und Kargland, aber auch Sümpfe und Flusstäler. Auf den nördlichsten Inseln bestimmen große Pinienhaine und Mangrovensümpfe die Landschaft, während Kakteen und Palmen eher im Süden vertreten sind. In den türkisblauen Lagunen trifft man auf unzählige Vogelarten, während sich in den Küstengewässern Fische in einer Vielzahl und Farbenpracht tummeln, wie man sie sonst kaum noch auf der Welt findet. Jede der Inseln hat ihren eigenen Charakter und Charme.

Eine der beliebtesten und romantischsten Inseln ist Harbour Island mit ihren rosafarben schimmernden Stränden. Der fast fünf Kilometer lange, feine Sandstrand ist meistens menschenleer und bietet ideale Bedingungen für Strandspaziergänge. Auch unter Wasser wird einiges geboten: vielfältige Korallenriffs, faszinierende Steilwände und Dutzende von Schiffswracks laden zum Tauchen und Schnorcheln ein. Besonders reizend sind die pastellfarbenen Häuser im Zuckerbäcker-Stil mit den blühenden Vorgärten.

Die Stadt Nassau auf der Insel New Providence entzückt mit kleinen Märkten und historischen Prachtbauten wie die St. Andrews Presbyterian Church oder das Government House. Die bedeutendsten Museen der Bahamas finden sich in Nassau: Die Junkanoo Expo ist dem Karneval gewidmet, das Pompey Museum of Slavery and Emancipation schildert die Geschichte der aus Afrika stammenden Bahamen und das „Pirates of Nassau“, ist ein eine Art interaktives Madame Tussaud’s Museum mit für Freibeutergeschichten.

Die größte Insel der Bahamas ist Andros. Hier liegt das drittgrößte Korallenriff der Welt verborgen. Am Ende des Riffs senkt sich der Meeresboden ganz plötzlich und steil auf 8000 m Tiefe ab.

Ebenfalls weltbekannt sind die „blue holes” – Süßwasserquellen im Meer, die von steilen Wänden umgeben sind und sprudelnd aus einer Tiefe von bis zu 60 Metern an die Wasseroberfläche kommen. Auch etliche Schiffswracks können hier von Tauchern erforscht werden.

Die Insel Eleuthera ist ein Refugium für Taucher und Segler und bietet wunderschöne Buchten und herrliche Strände. Hier kann man die „Hatchet Bay“ Unterwasserhöhlen besuchen.

Eine sehr junge und moderne Stadt mit einem lebendigen Nachtleben ist Freeport auf Grand Bahama. Eine Stadt, die niemals schläft und viele junge Leute anlockt mit ihren unzähligen Clubs, Bars und dem Casino. Für Naturliebhaber bietet sich auf Grand Bahma der Lucayan National Park an mit Pinienwäldern, Mangrovensümpfen und Sanddünen sowie das längste Unterwasser-Höhlensystem der Welt.

Die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten auf den Inseln lassen keinen Wunsch offen. Natürlich stehen die Wassersportarten an erster Stelle. Es gibt auf den Bahamas insgesamt 23 Tauchbasen. Die klaren Gewässer bieten Sichttiefen bis zu 60 m. Darüber hinaus kann man Wind- oder Wellensurfen, Segeln, Wasserskifahren und Kiten, oder mit dem Kajak durch die Mangroven-Sümpfe des Lucaya National Park fahren. Auf fast jeder Insel findet man einen gepflegten Golfplatz vor. Diese Sportart hat sich mittlerweile hier zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen entwickelt. Für Wanderbegeisterte gibt es geführte Touren entlang der besten Wanderwege. Man kann aber auch hoch zu Ross die Inseln kennenlernen bei einem Ausritt.